03. Sessellift Hühnerspiel

03. Sessellift Hühnerspiel

Brenner
1955
Sessel der Anlage auf den Hühnerspiel, 1974. Die Seilbahn ist heute nicht mehr in Betrieb, sie wurde kurzfristig durch den Schlepplift Larchboden ersetzt, der am Hühnerspiel bis in die späten 1970er-Jahre in Betrieb war

Der Lift konnte in den Jahren 1954/1955 gebaut und im Winter 1955 eröffnet werden. Es handelte sich um einen Einsersessellift der Fa. Troyer, der von Gossensaß (1100m) bis auf die Hühnerspielalm (1860m) führte. 1958 erweiterte die Kurverwaltung Gossensaß, die auch die Lifte selbst führte, das Hühnerspiel-Skigebiet zum Larchboden.

DATEN

Sammlung: Bergbahnen
Bezirk: Brenner
Baubeginn: 1954
Inbetriebnahme: 1955 bis 1992

Die allerersten, aber erfolglosen Versuche, das Hühnerspielgebiet oberhalb von Gossensaß für den Wintertourismus zu erschließen, reichen bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Als aber Max Gröbner 1948 von Tirol wieder in seinen Heimatort zurückkehrte und dort 1951 zum ersten Präsidenten der Kurverwaltung Gossensaß bestimmt wurde, änderte sich die Situation zum Positiven. Gröbner fand aufgeschlossene Mitstreiter, allen voran den aus Gera stammenden Reise-schriftsteller Dr. Eduard Amthor und den gebürtigen Ungar Dr. Vitez Attila von Szalay, um den Traum einer Aufstiegsanlage für Skifahrer auf den Hausberg Hühnerspiel zu verwirklichen.
Der Lift konnte in den Jahren 1954/1955 gebaut und im Winter 1955 eröffnet werden. Es handelte sich um einen Einsersessellift der Fa. Troyer, der von Gossensaß (1100m) bis auf die Hühnerspielalm (1860m) führte. 1958 erweiterte die Kurverwaltung Gossensaß, die auch die Lifte selbst führte, das Hühnerspiel-Skigebiet zum Larchboden. Dort wurde ein Skilift neu errichtet. Weitere Verbindungslifte gingen in der Folge in Betrieb: 1964 der Hühnerspiellift II, 1966 der sogenannte ´Igl-Schlepplift´ ab der Mittelstation. Das Angebot wurde von den Gästen, die teils auch aus Nordtirol mit dem Zug angereist waren, bis in die 1980er Jahre bestens angenommen, vor allem auch durch die Erschließung des Skigebietes Ladurns und den folgenden Zusammenschluss der beiden Betreiber zur „Liftgesellschaft Hühnerspiel-Ladurns“.
Ende der 1980er Jahre änderte sich die Lage schlagartig, weil die wurden und die Lifte dadurch unwirtschaftlich wurden. Folglich beschloss die Liftgesellschaft, die Anlagen 1992 endgültig zu schließ Erschließung der Amthorspitze und des Hühnerspielgebietes oberhalb von Gossensaß in der Zeit des Wintertourismus vor dem Ersten Weltkrieg ddurch eine elektrische Drahtseilbahn nicht gelang en. Am Hühnerspiel wurde zuerst der untere Lift und später auch der obere Lift vollkommen abgebaut. Der Berg wurde seiner Naturschönheit wieder zurückgegeben