68. Bahnhof Mühlbach

68. Bahnhof Mühlbach

Mühlbach
1871
Der Bahnhof Mühlbach vom Mittelbahnsteig aus gesehen, Blick Richtung Osten

Der Bahnhof Mühlbach nimmt durch seine Ausdehnung, die Flügelbauten und das besonders gut erhaltene Frachtmagazin unweit des Ortszentrums eine bedeutende Rolle ein. Dem ursprünglichen Aufnahmegebäude wurden wenig später je ein eingeschossiger, einachsiger Flügel mit Flachdach an der West- und Ostseite hinzugefügt.

DATEN

Sammlung: Bahnen
Bezirk: Mühlbach
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Baubeginn: 1866
Inbetriebnahme: 1871
AuftraggeberIn: K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Projektant/Erfinder: Architekt Wilhelm von Flattich (1826-1900)

Dem ursprünglichen Aufnahmegebäude wurden wenig später je ein eingeschossiger, einachsiger Flügel mit Flachdach an der West- und Ostseite hinzugefügt. Diese Erweiterungen wurden nicht wie der Hauptbau in Granit, sondern in Mauerwerk, Beton und Putz ausgeführt. Auch das Wärterhäuschen erhielt zu einem späteren Zeitpunkt einen verputzten Anbau.

Im Jahr 1927 plante der Architekt Angiolo Mazzoni nördlich des Bahnhofsgeländes ein dreigeschossiges Wohnhaus für Eisenbahnbedienstete. Das Aufnahmegebäude selbst entspricht dem Typus III. Klasse aus der von Wilhelm von Flattich entwickelten Bautypologie für die Pustertaler Bahnlinie. Ein kleines, eingeschossiges Wärterhaus im östlichen Bereich des Bahnhofsgeländes sowie ein hölzernes Magazin auf einer langen, aus Porphyrblöcken gemauerten Rampe vervollständigten die Ausstattung des Bahnhofes. Der Bahnhof ist komplett renoviert und barrierefrei zugänglich.

K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Bauzeit 1866 –1871 von Franzensfeste bis Lienz. Fertigstellung: 1871 Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919 für die Strecke bis Innichen)

Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Wilhelm von Flattich (1826-1900), Hochbaudirektor der K.K. Privilegierten Südbahngesellschaft. Mitarbeit :Arch. Franz Wilhelm.

Informationen:
Francesco Pozzato, Il Treno in Pusteria, Athesia Bozen, 1990
Nutzungskonzept für verwaiste Bahnhöfe, Text: Elisabeth Baumgartner, Koordination: Wittfrieda Mitterer. Workshop vom 15. Mai 2003 in Bozen.
Der Eisenbahnhochbau in seiner Durchführung auf den Linien der K.K.privilegierten Süd-Bahngesellschaft, von Wilhelm von Flattich und Franz Wilhelm, Atlas, Lehmann & Wenzel, Wien.
Hans Heiss, Kurzer Höhenflug: Der Bau der Pustertalbahn 1871, in Mobilitätszentrum Bruneck, der Architekturwettbewerb für das Bahnhofsareal, 2001, Folio Verlag, Wien-Bozen.

Erich Irenberger, FS Brixen
Architekt Albert Willeit, ehem. Obmann des Heimatpflegerverbandes Pustertal,Bruneck
Architekt Bernhard Lösch, Beirat für Baukultur im Heimatpflegeverband und Vertreter Italiens bei Europa Nostra, Innichen
Josef Oberhofer, Geschäftsführer Heimatpflegeverband, Bozen
Helmuth Stampfer, Landeskonservator und Leiter der Abteilung Denkmalpflege der Landesverwaltung, Bozen

Südtirol – Pustertal
Bahnhofstr. 11
I-39037 Mühlbach

Ferrovia Statale FS – Direktion Region Bozen
39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786
Webseite: http://www.trenitalia.it